Zweitmeinung bei einer geplanten Operation

Wird zu viel operiert?

Mediziner der kalifornischen Universität Stanford glichen für die Jahre 1998-2005 bei staatlich versicherten Patienten die Zahl der Rückenpatienten und Rückenoperationen mit der Dichte der Kernspintomographiegeräten in der jeweiligen Gegend ab. Resultat: Mit der Zahl der Tomographiegeräte stieg auch die Anzahl der Eingriffe. Da die Patienten von solchen Operationen nicht unbedingt profitieren, werten die Forscher dies als schlechte Nachricht.
Quelle: The Associated Press, www.curado.de/Rueckenoperationen-13839/.

In diesem Zusammenhang schreibt der Münchener Neurochirurg Dr. Marianowicz in seinem Buch „ Aufs Kreuz gelegt“ dass 80% der Rückenoperationen überflüssig seien, er untermauert das mit einer Studie der University of Washington in Seatle , die zum Ergebnis kam, dass im Vergleich zu England und Schottland in den Vereinigten Staaten je nach Region fünf- bis neunmal so häufig operiert wird.
So beträgt die Häufigkeit der Operationen pro 100 000 Bandscheibenvorfälle in Großbritannien 100, in Schweden 200, in Deutschland 350, in den USA 450-900. (Seite 45 „Aufs Kreuz gelegt“ Dr. Martin Marianowicz ,Goldmann Verlag)

Der Kniespezialist Hans Pässler aus Heidelberg geht davon aus, dass ein Großteil der 300 000 Meniskusoperationen unnötig sind. Insgesamt sei in Deutschland etwa die Hälfte aller Knie-OPs überflüssig, so der Experte weiter.
Quelle http://lifestyle.t-online.de/chirurgie-viele-operationen-sind-ueberfluessig/id_19999378/index

Vor diesem Hintergrund sehe ich meine Aufgabe auch als Ansprechpartner für Patienten, die eine unabhängige Beratung vor einer geplanten Operation wünschen.