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Diagnostik

Bei der Anamneseerhebung wird nach den aktuellen und vergangenen Beschwerden gefragt sowie nach den bisherigen Behandlungen und nach der bisherigen Medikamenteneinnahme. Informationen über körperliche und psychische Belastungen im Beruf und der Freizeit geben Hinweise auf die Ursache der Beschwerden.

Das konventionelle Röntgenbild hat nach wie vor hohe Bedeutung bei der Basisdiagnostik. Wir selber haben keine Röntgenanlage sondern haben eine Kooperation mit der Praxis Dr. Suger, die über eine digitale Röntgenanlage neuester Bauart verfügt. Sind Röntgenaufnahmen unerlässlich könne diese im selben Hause problemlos und ohne lange Wartezeiten in der Praxis Dr. Suger für uns angefertigt werden.

Die Kernspintomographie erlaubt gestochen scharfe Schnittbilder des Körpers ohne Strahlenbelastung. Es kommen Knochen und Knochenmark, Bandscheiben, Nerven, Bänder, Menisken, Knorpel, Muskel, Haut und vieles mehr zur Darstellung.
Ideal ist dieses Untersuchungsverfahren in der Orthopädie zur Bandscheiben- und Meniskusdiagnostik und ganz wichtig zum Ausschluss von bösartigen Erkrankungen wie Tumoren.
In der Regel lassen sich entsprechende Untersuchungen kurzfristig bei entsprechenden Radiologischen Praxen organisieren.
Leider verleiten bildgebende Verfahren zur Gefahr der Überbewertung.

Laboruntersuchungen sind bei Verdacht auf Entzündungen einschließlich rheumatischen Erkrankungen, bei Tumorverdacht aber auch bei Osteoporoseverdacht und Stoffwechselerkrankungen notwendig.

Die Ultraschalluntersuchung hat in der Orthopädie einen hohen Stellenwert, bei fehlender Strahlenbelastung ist sie jederzeit wiederholbar. Es können Weichteilstrukturen wie Sehnen, Muskeln und Flüssigkeit dargestellt werden. Gerade bei der Diagnostik von Schulterproblemen (Rotatorenmanschette), von Sehnen- und Muskelverletzungen ist diese Technik hilfreich. Manchmal lassen sich durch eine Ultraschalluntersuchung Röntgenaufnahmen oder auch Kernspintomographien einsparen.
Wir haben ein Ultraschallgerät der neuesten Generation in unserer Praxis.

Die Untersuchung beinhaltet die Inspektion also das Betrachten, hier wird auf die Statik geachtet, also auf die Haltung, auf Becken- oder Schulterschiefstand, auf Seitausbiegungen der Wirbelsäule und auf Rund- oder Steilstellung der Wirbelsäule, auch auf Fehlstellungen der Gelenke wie O-Beine oder Knickfußstellung, sowie Hautveränderungen. Die Palpation, das Abtasten, erlaubt eine Beurteilung der schmerzhaften Strukturen und Schwellungszustände. Von besonderer Relevanz ist Abtasten der Muskulatur auf schmerzhafte Verhärtungen (siehe unter Muskuläre Triggerpunkte) und Muskelminderungen. Schließlich erfolgt die Funktionsprüfung der Gelenke mit der Untersuchung der Gelenkbeweglichkeit um Bewegungseinschränkungen zu erfassen. Bei begleitenden neurologischen Symptomen wird die Untersuchung durch die Erhebung des neurologischen Befundes ergänzt.

Unsere Therapiemöglichkeiten

Akupunktur ist eine sehr alte überlieferte Behandlungsform und wird in China seit mehr als zweitausend Jahren durchgeführt.
Die Akupunktur ist Teil der traditionellen chinesischen Medizin.
Nach Vorstellung der chinesischen Heilkunst durchfließt die körpereigene Energie den Körper auf genau festgelegten Linien, den Meridianen.
Krankheiten bzw. Funktionsstörungen werden auf eine Blockade bzw. Störungen des Energieflusses zurückgeführt. Ziel ist es durch Stimulation der Akupunkturpunkte auf den Meridianen den Energiefluss zu normalisieren und so die Erkrankung zu heilen.
Mittels Akupunktur können viele akute und chronische Erkrankungen ohne Nebenwirkungen therapiert werden. Besonders orthopädische Krankheitsbilder wie Wirbelsäulenbeschwerden und Arthroseschmerzen sowie auch Kopfschmerzen sprechen gut auf Akupunktur an.

In der Medizin versteht man unter Arthrose den Knorpelabrieb eines Gelenkes. Der Knorpel wirkt wie ein Stoßdämpfer. Der Knorpelabrieb kann schleichend oder in eine schmerzhafte Erkrankung münden (aktivierte Arthrose). Mit Zunahme der Arthrose kommt es zur Veränderung des gelenknahen Knochens, der Gelenkkapsel sowie der umspannenden Muskulatur. Schließlich kommt es zu einer Zerstörung des Gelenkes mit massiven Schmerzen und Bewegungseinschränkung.
Hyaluronsäure ist eine strukturbildende Grundsubstanz in den Gelenken. Sie ist für die viskösen Eigenschaften der Synovia (Gelenkschmiere) verantwortlich und damit auch für die Nährstoffversorgung des Knorpels. Hyaluronsäure hat die Fähigkeit Wasser zu binden und födert dadurch die Stoßdämpferfunktion des Knorpels und die Schmierfunktion der Gelenke.
Früher wurde Hyaluronsäure von Hahnenkämmen gewonnen und es kam vereinzelt zu Unverträglichkeiten gegen tierisches Eiweiß, heute setzt man biotechnologisch hergestellte Hyaluronsäure höchster Reinheit ein.

Auch Nahrungsergänzungsmittel wie Glucosamin und Chondroitin scheinen eine gewisse Schutzwirkung vor Arthrose zu bieten.
Trotz vielversprechender Therapiemöglichkeiten wie physikal. Therapie, Gelenkinjektionen, Knorpeltransplantationen, Knorpelschutzmedikamente (Chondroprotektiva) und Schmerzmittel münden leider Arthrosen im Endstadium im Gelenkersatz (Hüft- /Knietotalendoprothese). Oft kann jedoch die totalendoprothetische Versorgung über Jahre hinausgezögert werden. Über den richtigen Zeitpunkt der endoprothetischen Versorgung entscheiden letztendlich die Schmerzen und die Funktionseinschränkung des Patienten.

Da die Physiotherapie in unserem Behandlungskonzept einen hohen Stellenwert einnimmt, sind wir glücklich, dass Therapeuten in den Räumen der Praxis behandeln. So ergibt sich bei uns eine intensive fachliche Kooperation. Therapeutische Fragestellungen lassen sich rasch und unkompliziert klären. Die Physiotherapie in unserer Praxis ist ein Angebot, oft kann dann schnell und unkompliziert eine Therapie eingeleitet werden. Natürlich soll durch diese Möglichkeit in keinster Weise der Patient gedrängt werden seinen gewohnten Therapeuten zu verlassen. Im Gegenteil ist uns eine gute Zusammenarbeit mit interessierten Therapeuten und Fachkollegen außerhalb der Praxis ganz wichtig. Oft lassen sich Probleme oder Fragestellungen durch einen kurzen Rückruf klären. Vier Augen sehen mehr als zwei!

Das Kinesiotape wurde in den 70 Jahren von Kenzo Kase, einem japanischen Chiropraktiker entwickelt. Nach Deutschland kam die Methode über den Leistungssport. Verwendet wird elastisches Tapematerial aus Baumwolle das mit Acrylkleber beschichtet ist und keine Arzneistoffe beinhaltet. Die Wirkung beruht auf der Anlagetechnik.
Kinesiotape führt zu einer Anhebung der Haut und damit zu einer Druckentlastung im Gewebe, das Lymphsystem wird aktiviert, die Blutzirkulation verbessert und die Muskelspannung gesenkt. Die Gelenke werden durch Reizung der Propriozeption stabilisiert.
Eingesetzt wir die Methode bei muskulären Verspannungen, Arthrosen, Sehnenbeschwerden, Lymphödemen und Nervenreizungen.

Die Manuelle Therapie (Chirotherapie) ist eine sehr alte Therapieform und war schon im alten Ägypten bekannt. Durch bestimmte Handgriffe werden gegeneinander verschobene Wirbelkörper wieder eingerichtet bzw. eingerenkt.
Die Wirbel sind über Gelenke miteinander verbunden und für die Beweglichkeit der Wirbelsäule verantwortlich. Zwischen den Wirbeln treten Nerven aus der Wirbelsäule aus, um zu den inneren Organen und den Bewegungsorganen zu gelangen.
Kommt es zu Verschiebungen oder Verrenkungen der Wirbelkörper gegeneinander, kann dies zu Reizungen der Wirbelgelenke und Einklemmungen der Nerven führen. Häufig treten starke Schmerzen mit Bewegungseinschränkung auf, auch kann es zu Organstörungen kommen. Gelingt es die Verschiebung oder Blockade zu lösen und die Gelenke wieder in die richtige Position zu bringen, lassen die Beschwerden schnell nach.
Wir setzen in unserer Praxis, besonders an der Halswirbelsäule, vorwiegend weiche, mobilisierende Techniken ein, um eine Gefährdung der Patienten zu vermeiden.

Bei der Neuraltherapie wird durch gezielte Injektionen eines örtlichen Betäubungsmittels (Lokalanästhetikum) das vegetative Nervensystem positiv beeinflusst, um so eine Erkrankung zu heilen oder zu lindern.
In der Regel wird dazu Procain oder Lidocain eingesetzt. Es kommen dabei verschiedene Injektionstechniken zur Anwendung, die von oberflächlichen Quaddelungen bis zu tiefen Injektionen an Nervengeflechte reichen. Dabei ist für die neuraltherapeut. Wirkung die Konzentration und Menge des Mittels von untergeordneter Bedeutung. Entscheidend ist der richtige Injektionsort.
Es handelt sich um ein nebenwirkungsarmes Verfahren, da man sehr geringe Konzentrationen, kleine Mengen und auch keine Zusätze verwendet.
Das vegetative Nervensystem das durch die Neuraltherapie positiv beeinflusst wird funktioniert selbständig und weitgehend unbeeinflusst von unserem Bewusstsein. Es steuert die Atmung, den Herzschlag, den Blutdruck, die Tätigkeit der Verdauungsorgane, den Stoffwechsel und die Hormone.

Sportmedizin umfasst die Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation von Sportschäden und Sportverletzungen sowie die Untersuchung des Einflusses von Bewegung, Bewegungsmangel, Training und Sport auf den gesunden und kranken Menschen.
Im Vordergrund meiner sportmedizinischen Tätigkeit steht die Beratung über die richtige sportliche Betätigung sowie die Verhütung von Krankheiten durch den Sport und die Behandlung von Sportverletzungen und Sportschäden.
Als aktiver Freizeitsportler (u.a. Rennradfahren, Laufen, Skifahren) weiß ich um die Probleme und Beschwerden meiner Patienten

Bei der Stoßwellentherapie werden zwei Formen unterschieden:

1. Die fokussierte (hochenergetische) Stoßwellentherapie, sie wird eingesetzt zur Behandlung von chronischen Schmerzen vornehmlich im Knochensehnenübergangsbereich und im Muskelansatzbereich

Anwendungsgebiete:

  • Kalkschulter
  • Tennisellbogen
  • Fersensporn
  • Achillessehnenbeschwerden
  • Chronische Entzündung der Sehnenansätze im Schulterbereich
  • Sehnenansatzentzündungen im Hüftbereich
  • Falschgelenkbildungen bzw. verzögerte Bruchheilung

2. Triggerstoßwellentherapie, sie wird eingesetzt zur Behandlung von muskulär bedingten Beschwerden

Triggerpunkte sind hochschmerzhafte Stellen innerhalb einer meist verspannten Muskulatur. Triggerpunkte lösen vielfältige Schmerzen aus, oft fernab von ihrer Lokalisation.

Anwendungsgebiete:

  • Nackenschmerzen
  • Schulterschmerzen
  • Rückenleiden
  • Gesäßschmerzen, Falschgelenkbildungen bzw. verzögerte Bruchheilung

Die Triggerpunkttheorie von Travell und Simons stellt die Basis für Diagnostik und Therapie myofascialer Schmerzsyndrome dar. Dabei wird davon ausgegangen, dass viele Schmerzen in der Muskulatur entstehen.
Bei der Untersuchung fällt ein rundlich gespannter Muskelstrang auf, im Längsverlauf zeigt sich bei der Untersuchung meist eine etwas verdickte Stelle, die besonders druckempfindlich ist.
Dies ist der gesuchte Triggerpunkt. Wird auf diesen Punkt verstärkt Druck ausgeübt, kommt es oft zu einem kurzen fühlbaren Zusammenzucken der Strangbildung (local twitch response).
Bei stärkerem Druck kommt es zu einer Ausweichbewegung des Patienten (jumping sign) und schließlich, wenn der Druck länger als 10 Sekunden anhält, zu einem ausstrahlenden Schmerz in entfernte Gebiete (referred pain). Bei Versagen der bekannten Therapieformen (physikal. Therapie, manuelle Therapie, Lokalinfiltrationen u.s.w.) bietet die Triggerstoßwellentherapie sowohl eine effiziente Lokal-, als auch Flächenbehandlung der betroffenen Muskeln. Niedrige Stoßwellenenergie wirkt positiv auf biologische Systeme. Die Fähigkeit der Zelle bzw. des Gewebes sich zu erholen oder auch reparative Prozesse in der Tiefe des Gewebes einzuleiten darf nicht durch zu hohe Energiegaben zerstört werden.
Bis zu ca. 0,3 mJ/mm² haben die Stoßwellen auf molekulare Strukturen in den Zellen einen positiven Einfluss. Bis zu dieser Energiestufe kann das Gewebe sich bei einer Degeneration und Erschöpfung wieder erholen. Es genügt also praktisch nur eine Information in die Gewebetiefe zu geben. Höhere Energiestufen sind bei der Behandlung von Kalkschultern oder Pseudoarthrose erforderlich.