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Stoßwellentherapie

Extrakorporale Stoßwellentherapie

Die extrakorporale Stoßwellentherapie dient zur Behandlung von chronischen Schmerzen vornehmlich im Knochensehnenübergangsbereich und im Muskelansatzbereich.

Anwendungsgebiete:

  • Kalkschulter
  • Tennisellbogen
  • Fersensporn
  • Achillessehnenbeschwerden
  • Chronische Entzündung der Sehnenansätze im Schulterbereich
  • Sehnenansatzentzündungen im Hüftbereich
  • Falschgelenkbildungen bzw. verzögerte Bruchheilung

Triggerstoßwellentherapie

Bei der Triggerpunktstoßwellenbehandlung werden Muskelschmerzen behandelt. Triggerpunkte sind hochschmerzhafte Stellen innerhalb einer meist verspannten Muskulatur. Triggerpunkte lösen vielfältige Schmerzen aus, oft fernab von ihrer Lokalisation.

Anwendungsgebiete:

  • Nackenschmerzen
  • Schulterschmerzen
  • Rückenleiden
  • Gesäßschmerzen, Falschgelenkbildungen bzw. verzögerte Bruchheilung
Die Triggerpunkttheorie von Travell und Simons stellt die Basis für Diagnostik und Therapie myofascialer Schmerzsyndrome dar. Dabei wird davon ausgegangen, dass viele Schmerzen in der Muskulatur entstehen.
Bei der Untersuchung fällt ein rundlich gespannter Muskelstrang auf, im Längsverlauf zeigt sich bei der Untersuchung meist eine etwas verdickte Stelle, die besonders druckempfindlich ist.
Dies ist der gesuchte Triggerpunkt. Wird auf diesen Punkt verstärkt Druck ausgeübt, kommt es oft zu einem kurzen fühlbaren Zusammenzucken der Strangbildung (local twitch response).
Bei stärkerem Druck kommt es zu einer Ausweichbewegung des Patienten (jumping sign) und schließlich, wenn der Druck länger als 10 Sekunden anhält, zu einem ausstrahlenden Schmerz in entfernte Gebiete (referred pain). Bei Versagen der bekannten Therapieformen (physikal. Therapie, manuelle Therapie, Lokalinfiltrationen u.s.w.) bietet die Triggerstoßwellentherapie sowohl eine effiziente Lokal-, als auch Flächenbehandlung der betroffenen Muskeln. Niedrige Stoßwellenenergie wirkt positiv auf biologische Systeme. Die Fähigkeit der Zelle bzw. des Gewebes sich zu erholen oder auch reparative Prozesse in der Tiefe des Gewebes einzuleiten darf nicht durch zu hohe Energiegaben zerstört werden.
Bis zu ca. 0,3 mJ/mm² haben die Stoßwellen auf molekulare Strukturen in den Zellen einen positiven Einfluss. Bis zu dieser Energiestufe kann das Gewebe sich bei einer Degeneration und Erschöpfung wieder erholen. Es genügt also praktisch nur eine Information in die Gewebetiefe zu geben. Höhere Energiestufen sind bei der Behandlung von Kalkschultern oder Pseudoarthrose erforderlich.
 
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