Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfall – nicht immer muss operiert werden

Mediziner der kalifornischen Universität Stanford glichen für die Jahre 1998-2005 bei staatlich versicherten Patienten die Zahl der Rückenpatienten und Rückenoperationen mit der Dichte der Kernspintomographiegeräten in der jeweiligen Gegend ab. Resultat: Mit der Zahl der Tomographiegeräte stieg auch die Anzahl der Eingriffe. Da die Patienten von solchen Operationen nicht unbedingt profitieren, werten die Forscher dies als schlechte Nachricht. Quelle: The Associated Press, www.curado.de/Rueckenoperationen-13839/.

Rückenschmerzen können schleichend oder auch akut bei geringer mechanischer Belastung mit heftigsten und unerträglichen Schmerzen auftreten. Nicht immer kann eine mechanische Ursache gefunden werden auch kann der Schmerz durch psychische Belastungen wie Sorge um den Arbeitsplatz beeinflusst werden.

Untersuchungen an beschwerdefreien Personen haben ergeben, dass 30% der jüngeren (30 jährige) und zu über 60% der über 50 jährigen einen Bandscheibenvorfall haben, der keinerlei Beschwerden verursacht. Andererseits gibt es Patienten mit heftigsten Rückenschmerzen ohne sichtbare Erkrankung der Wirbelsäule.

Leider gibt es Patienten, die nach einer Bandscheibenoperation noch Schmerzen haben (failed-back-surgery). Im OP-Gebiet kann es zu Vernarbungen oder Instabilitäten kommen, die eine weitere Operation notwendig machen können.

In Deutschland stellen 20% aller bandscheibenoperierten Patienten einen Rentenantrag. Die Entscheidung ob eine Operation notwendig ist oder nicht, ist nicht einfach zu fällen und hängt von der Meinung des behandelnden Arztes sowie den Erwartungen des Patienten ab.

In vielen Ländern ist es üblich vor einer bestimmten Leistung (z.B. Operation) eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung (Second Opinion) einzuholen.

Vor diesem Hintergrund sehe ich meine Aufgabe auch als Ansprechpartner für Patienten, die eine unabhängige Beratung vor einer geplanten Operation wünschen.